Hier der Bericht vom Hallenturnier 2008 in der Großenhainer Rödertalhalle.
Zum damaligen Zeitpunkt spielten die Mehrzahl unserer Spieler als F2-Junioren des Großenhainer FV 90.

Hallenturnier 2008



Hallencup des GFV für F-Junioren Jahrgang 2000 am 26.01.08 in der Rödertalhalle Großenhain

Großenhainer Jung`s lassen große Namen hinter sich !


                                                          Eröffnung mal etwas anders
 
Rechtzeitig waren alle Mannschaften, die zum teil mehrstündige Anfahrten nicht scheuten, am Samstag in der Rödertalhalle Großenhain eingetroffen und sind der Einladung um den Hallencup für F-Junioren Jahrgang 2000 des GFV90 gefolgt.
Die Berliner vom Frohnauer SC 1946 nutzen die Übernachtungsmöglichkeit in unserem Vereinsheim und reisten bereits am Vorabend an, bestens umsorgt von den Eltern der F2. An dieser Stelle ein dickes Lob den Familien Schietzel, Kaube, Strobel und Suche.

     
   Auflaufen der Mannschaften         Rudi der Schelm                              Erfurt-Frohnauer SC 2:1

So und nun zum Turnier und um es vorweg zu nehmen, alle Mannschaften spielten ein tolles Turnier auch wenn letztendlich neben vorderen auch die hintere Plätze wieder vergeben werden mußten.
Das Eröffnungsspiel gewann Dynamo Dresden gegen den Radebeuler BC08 mit 2:0 und wurden somit
der Favoritenstellung gerecht. Als nächstes mussten die Berliner, insgeheim als Turnierfavorit gehandelt, gegen Erfurt ran, das von den gut aufspielenden Rot-Weißen jedoch etwas überraschend
2:1 gewonnen wurde.

Nun war der Gastgeber an der Reihe im Spiel gegen den SC Borea Dresden einen guten Turnierstart in der Vorrundengruppe B hinzulegen. Mit flüssigen Kombinationen gelang dies in beindruckender Art und Weise und so konnte ein deutliches 7:1 herausgespielt werden. Wesentlichen Anteil daran hatte Paul Fromm, der mit viel Übersicht mehrer Tore vorbereitete und eines selbst markierte.
Im Spiel der nächsten Großenhainer Kontrahenten bezwang Sachsen Leipzig die Chemnitzer mit 3:2.

   
  Paul im Spiel geegn Borea               Erfurt-Dynamo                               Radebeul-Fohnauer SC

Nun war Gruppe A wieder an der Reihe und es kam zum Duell Erfurt gegen Dynamo. Die Dresdner zeigten sich weiterhin in guter Verfassung und hatten mit dem 2:1 das Halbfinale fest im Visier. Die Frohnauer hingegen wahrten ihre Chance auf das Semifinale mit einem 2:0 Erfolg über die Radebeuler und konnten den ersten Dreier einheimsen.

Im zweiten Spiel des GFV hieß der Gegner Chemnitzer FC, denen man nach ihrer Auftaktniederlage anmerkte, alles daran setzten zu wollen um nicht vorzeitig die Spiele um Platz 1-4 zu verpassen.
Die GFV-Jung`s hingegen waren nach dem tollem ersten Spiel wohl zu selbstsicher und zeigten ihr schwächstes Turnierspiel. Die 1:0 Führung konnte von den Chemnitzern ausgeglichen werden aber mit dem dann doch fallenden zweiten Treffer war das Halbfinale für den Gastgeber perfekt. Auch Leipzig konnte frühzeitig die nächste Runde mit einem 3:2 Sieg gegen SC Borea vermelden.

   
  GFV- "Himmelblau" 2:1                    Max Tennert im Spiel gegen CFC   Dynamo und GFV-Trainer

Die Spannung stieg im Aufeinandertreffen zwischen dem Frohnauer SC und Dynamo Dresden, musste doch für die Nordberliner unbedingt ein Sieg her um nicht alle Träume vorzeitig zu begraben. Dem Vorhaben verpassten die Dynamos gleich zu Beginn einen Dämpfer und dominierten das Spiel bis zur 1:0 Führung. Ohne weiter energisch Druck auf den Gegner aufzubauen sollte die knappe Führung wohl über die Runden geschaukelt werden, was sich bitter rächte. Die Berliner nutzen diese Passivität gnadenlos aus und es gelang ihnen das Spiel zu ihren Gunsten mit 3:1 zu drehen, was gleichzeitige das Aus für die SGD bedeutete, da auch Erfurt das letzte Spiel gegen Radebeul mit 2:0 gewinnen konnte.

In ihrem letzten Vorrundenspiel zeigten die Röderstäder wieder was in ihnen steckt und ließen den Leipzigern mit einem tollem 3:0 Erfolg nicht die Spur einer Siegchance.

  
                         GFV-Sachsen Leipzig 3:0                    Anika vom RBC gegen Borea Dresden

In den anschließenden kleinen Halbfinalspielen setzte sich Dynamo gegen Chemnitz mit 2:1 durch und
den Radebeulern blieb im Spiel gegen Borea das Pech an diesem Tag nach einer 1:2 Niederlagen treu.

Im ersten Halbfinalspiel zeigten dann die Berliner ihre beste Leistung und buchten gegen Sachsen Leipzig mit 2:0 das Endspiel.
Das Spiel des Tages sollte aber das zweite Semifinale zwischen dem GFV und Erfurt werden. In einer temporeichen und von beiden Seiten mit viel Einsatz geführten spannungsgeladenen Partie brachte
Karl-Ludwig Zech den Gastgeber zweimal in Führung doch jedes mal nutzen die Rot-Weißen ihre Chancen zum Ausgleich. Um so größer war der Jubel als Max Tennert der endgültige Siegtreffer zum 3:2 gelang.

  
  Großer Kampf im Halbfinale            Max macht das 3:2 gegen Erfurt   Der GFV-Kreis

Im Spiel um Platz 7 hatte der Radebeuler BC08 nach einem 1:1 gegen die Chemnitzer selbst im anschließenden Neunmeterschießen kein Glück und zogen auch dort den kürzeren.
Fünfter wurde Dynamo Dresden, die den SC Borea knapp mit 2:1 bezwingen konnten.
Im Spiel um Platz drei ging den Leutzschern dann entgültig die Luft aus und steckten gegen die Erfurter eine derbe 1:6 Klatsche ein.

   
  Das Finale gegen die Berliner...     ...gewinnt der GFV klar...             ... mit unserem Rudi im Tor 5:0 !

Nun folgte das Endspiel zwischen dem Großenhainer FV90 und dem Frohnauer SC. Das Spiel der Röderstäder lief präzise ab wie ein Schweizer Uhrwerk und die heutige „GFV- Torfabrik“ mit Karl-Ludwig Zech und Rudolf Sanin bekamen die Berliner zu keinem Zeitpunkt in den Griff.
Frohnauer Angriffsbemühungen  machte „Abfangjäger“ Max Arlt beeindruckend zunichte und Torwart Rudi Kaube hielt was es zu halten gab. Am Ende wurde es ein deutlicher und überragender 5:0 Finalsieg.
 
  Die drei besten Spieler des Turniers wurden ausgezeichnet:

  
  Rudolf (GFV)                                   Hannes (Erfurt)                               Tim (Leipzig)

Zu den drei „besten Spielern“ des Turniers wurden Rudolf (GFV), Hannes (Erfurt) und Tim (Leipzig) ausgezeichnet. Den Titel „Bester Torhüter“ holte sich Gustav (Dynamo) und den Pokal des Torschützenkönig`s nahm Karl-Ludwig (GFV) mit 10 Treffern in Empfang.

 
                           Bester Keeper: Gustav (SGD)            Torjäger Karl-Ludwig (10 Treffer)
    
Ein großes Dankeschön geht an Heiko Probst und Nachwuchsleiter Diethart Preuß die mit einer umsichtigen Turnierleitung wesentlich zum gelingen beigetragen haben sowie an die Schiedsrichter Sebastian Probst und Damian Haschke.

    
 Das Siegerteam bei den Löwen      Fanclub der E und D-Junioren         Und die Eltern

Das größte Kompliment muß aber unserem Fanclub „Die Löwen“ und den Nachwuchskickern der
D und E-Junioren ausgesprochen werden, die mit erstklassiger Stimmung dem Turnier die richtig Würze gaben, die Halle zum Kochen brachte und so die Großenhainer Jungs zum Turniersieg trieben.

  
 Magier Milko Bräuer verzauberte die Kinder in einer Turnierpause.         Oliver Umlauft vom Handelshof
                                                                                                                   Großenhain brauchte mal eine
                                                                                                                   Pause vom Luftballon aufblasen

Zum Schluß natürlich ein riesiges Dankeschön an unsere Sponsoren Sport-Schmidt, Handelshof Riesa (Fil.Grh.) und Schneider-Werbung mit deren Unterstützung dieses Turnier erst ermöglicht wurde und nicht zu vergessen unseren Magier Milko Bräuer von Magical Moments, der mit seiner Darbietung während des Turnierverlaufs für Abwechselung sorgte und die Kinder in Staunen versetzte.

   
 Bronze für die Erfurter                 Die Turniersieger...                        ... beim Fototermin

Für die Großenhainer erspielten sich den Turniersieg:  Rudi Kaube, Rudolf Sanin, Ron Schietzel, Jannik Strobel, Max Tennert, Karl-Ludwig Zech, Max Arlt, Paul Fromm
   
Vorrunde
 Gruppe A                              Sp.  Pkt.  Tore  Diff.
1.  Frohnauer SC 1946 Berlin  3      6      6 : 3    3
2.  FC Rot-Weiß Erfurt             3      6      5 : 3    2
3.  SG Dynamo Dresden          3      6      5 : 4    1
4.  Radebeuler BC 08              3      0      0 : 6   -6
 Gruppe B                               Sp.  Pkt.  Tore   Diff.
1. Großenhainer FV 90              3      9     12 : 2  10
2. FC Sachsen Leipzig               3      6      6 : 7   -1
3. SC Borea Dresden                 3      3      4 :10  -6
4. Chemnitzer FC                       3       0      3 : 6   -3
SG Dynamo Dresden - Radebeuler BC 08   2 : 0
Frohnauer SC 1946 Berlin - FC Rot-Weiß Erfurt   1 : 2
Großenhainer FV 1990 - SC Borea Dresden   7 : 1
FC Sachsen Leipzig - Chemnitzer FC   3 : 2
FC Rot-Weiß Erfurt - SG Dynamo Dresden   1 : 2
Radebeuler BC 08 - Frohnauer SC 1946 Berlin   0 : 2
Chemnitzer FC - Großenhainer FV 1990   1 : 2
SC Borea Dresden - FC Sachsen Leipzig   2 : 3
Frohnauer SC 1946 Berlin - SG Dynamo Dresden   3 : 1
FC Rot-Weiß Erfurt - Radebeuler BC 08   2 : 0
FC Sachsen Leipzig - Großenhainer FV 1990   0 : 3
Chemnitzer FC - SC Borea Dresden   0 : 1
kleines Halbfinale
SG Dynamo Dresden - Chemnitzer FC   2 : 1
SC Borea Dresden - Radebeuler BC 08   2 : 1
Halbfinale
Frohnauer SC 1946 Berlin - FC Sachsen Leipzig   2 : 0
Großenhainer FV 1990 - FC Rot-Weiß Erfurt   3 : 2

Platzierungsspiele
Spiel um Platz 7
Chemnitzer FC - Radebeuler BC 08   1 : 1 , 2 : 1 nach Neunmeterschießen

Spiel um Platz 5
SG Dynamo Dresden - SC Borea Dresden     2 : 1

Spiel um Platz 3
FC Sachsen Leipzig - FC Rot-Weiß Erfurt   1 : 6

Finale
Großenhainer FV 90 -
Frohnauer SC 1946 Berlin   5 : 0


Endstand

1. Großenhainer FV 1990
2. Frohnauer SC 1946 Berlin
3. FC Rot-Weiß Erfurt
4. FC Sachsen Leipzig
5. SG Dynamo Dresden
6. SC Borea Dresden
7. Chemnitzer FC
8. Radebeuler BC 08


GFV-Torschützen und Ehrungen
Torschützenliste

10 Karl-Ludwig Zech Großenhainer FV 90
 5 Rudolf Sanin Großenhainer FV 90
 4 Max Tennert Großenhainer FV 90
  1 Paul Fromm Großenhainer FV 90
 
Ehrungen

Die besten drei Spieler des Turniers:
Rudolf (GFV)
Tim (Leipzig)
Hannes (Erfurt)

Bester Torhüter:
Gustav (Dynamo)

Bester Torschütze:
Karl-Ludwig (GFV)


Hier der wunderschöne Turnierbericht aus der Sicht des Frohnauer
Trainers
Peter Lammert


Planmäßig konnten wir am Freitagabend, nach dem Training, mit sieben Zwergen in Richtung Großenhain starten. Leider hatte es Flummi am Vortag zuvor mit Fieber und Erbrechen noch niedergestreckt. Gegen 21.30 erreichten wir ohne Verzögerung (Pascal hat ne Runde verschlafen) unseren zuvor verabredeten Treffpunkt am Ortseingang von Großenhain. Dort wurden wir von unserem Scout, Andreas Suche (Spielervater vom GFV 90) in Empfang genommen und wie die kleinen Prinzen zur Jahnkampfbahn eskortiert. Danke Andreas, den er bremste mal kurz auf freier Strecke – die stationäre Radarfalle wäre mit Sicherheit wieder mal mein Problem gewesen. Zu einem muss ich noch sagen, während der geringfügigen Pause am Ortseingang wurde meine Kaffeesucht bestraft. Kaffee im Pappbecher, schnell mal auf den Fahrersitz gestellt, unseren Scout begrüßen, einsteigen – und das Missgeschick war schon passiert.

In dem Vereinsheim wurden wir dann von unseren Gasteltern wirklich reichhaltig mit einem „kleinen Snack“ begrüßt. Belegte Brötchen, Saft, Milch und Kakao waren zu üppig bereitgestellt, da fehlten uns erstmal die Worte. Nach einem ersten Abtasten der Kids untereinander, unsere waren die kleinsten – hatten dafür aber die größten Klappen, kam was kommen musste – die Nachtruhe. Im Gänsemarsch zum Zähneputzen, zurück und ab ins Zwergenbett. Kurze Ansprache, in 15 Minuten Licht aus, Klappe halten und einschlafen – war natürlich völlig sinnlos und verpuffte im Nirvana. Ein zweiter Anlauf unter dem Motto „OK meine Herren Ihr habt gerade 10 Minuten verschenkt, Licht aus“ (es war dann auch aus!) war ebenso wirkungslos. Da lagen plötzlich drei Kids und eine Spielkonsole unter einer Decke. Und kaum war die Tür zu, kam der Schlachtruf „ der Trainer ist weg – holt die Taschenlampen raus“. Alles war in Ordnung, denn schnell war Ruhe eingekehrt und sieben liebe Zwerge schliefen friedlich.

Die ersten der sieben Zwerge waren, wie Papa Sen, gegen kurz vor sechs Uhr morgens schon wieder wach. Nur Papa Sen wusste nicht welches Problem sein größtes sein sollte. Die Hängematratze, der vergessene Schlafanzug (oder so ähnlich), vielleicht doch die angenehm kühlere Raumtemperatur – so richtig konnte und wollte er nicht mit der Sprache rausrücken. Jedenfalls fanden wir Papa Sen am Morgen, kann so gegen acht gewesen sein, völlig zerstört aussehend, sich verzweifelt fest an einer Heizung klammernd (sah aus wie eine Einheit), sitzend vor. In einer Fata Morgana faselte er wirres Zeug – und zu seiner Entschuldigung sei gesagt, er war wirklich völlig zerstört. Immer wieder behauptete er: ich sei ein wenig laut in der Nacht gewesen und ich wäre zweimal aufgestanden. Letzteres kann ich zur seiner Beruhigung bestätigen, das erste nicht – denn ich habe im Gegensatz zu Ihn – klar doch – völlig friedlich geschlafen – und ich habe leider nichts gehört.

Um neun Uhr dann die Erlösung. Scout Andreas Suche und Frau Strobel hatten unseren Frühstückstisch gedeckt, und es gab Kaffee (!). Das war eine Supernette Geste von den Eltern des GFV, denn wir mussten Feststellen, das Herr Suche unsere Superbetreuung trotz der Erkrankung seines Sohnes, der somit nicht am eigenen Turnier teilnehmen konnte, trotzdem liebevoll durchführte. – Eine ganz starke und nicht alltägliche Sache – Danke Andreas.

Nach dem Aufstehen der Kids, genau wie abends zuvor, Gänsemarsch zum Zähneputzen und es folgte der Soloauftritt von Lukas. Der wollte mir nun folgendes weismachen: 1.ste Runde: erfolgte Zahnpflege ohne Zahnbürste. Dafür als erster im Kasino, und schon eine Käsestulle auf dem Teller. – Irrtum kann mal probieren. Also zweite Runde: Anschiss kurz und heftig, Lukas Treppen hoch, Zahnbürste und Zubehör greifen, Treppe runter zum Waschraum, Zähneputzen, anschließend Treppen wieder hoch, Zahnbürste weglegen, Treppen wieder runter zum Frühstück. Super Leistung – nur alles unter einer Minute!!! Ich hab es regist-riert…auch das Addi ihn deckte und alles verschwor das es so richtig war!!!
Und Sen Junior – der behauptete doch glatt das eine Spielkonsole aus dem Bett, über zwei Etagen, direkt in der Toilette fallend dennoch schwimmfähig sein würde – völliger Quatsch – das Ding ist untergegangen wie ein Stein. – Kurz gesagt: wollt Ihr was erleben, dann gönnt Euch eine Märchenstunde mit den Sen’s!

Kommen wir zum weiteren Ablauf. Sachenpacken ging noch gerade so, Bettenmachen war da schon, weil das Schneewittchen Urlaub machte, nicht die absolute Stärke der sieben Zwerge. Also lieber, bei Sturm, raus auf dem Bolzplatz, drei gegen vier mit super Aktionen und geheimen Taktiktraining im Vorgriff auf das Tur-nier. Alles war recht nett anzusehen, direkt Abnahmen, super Zuspiele und klasse Zweikämpfe.
Und die Märchenstunde hatte jetzt andere Aktive gepachtet. Auf dem Weg zur Sporthalle in der Altstadt ver-franzt. Patti mal eben in die Polizeiwache am Marktplatz, eigentlich wollte sie nur eine kurze Wegbeschrei-bung einholen. Super – nur interessierte es keinen Menschen in der Wache. Man telefonierte seelenruhig wie gewohnt weiter, unterbrochen nur von kratzen in den Haaren. Also wieder raus, kurz gedreht und wenigstens schon mal grob bis zum blau-weißen Haus geschafft. Erneut auf nicht Richtungskundige Mitbürger getrof-fen. – Vorn links abgebogen – und wir waren vor einer Tiefgarage gelandet. Links und rechts – na ja kann auch mal passieren. Dann waren wir aber da. Und Flummi, wieder genesen, war auch zusätzlich eingeflogen.

Zu unserer Überraschung hatten die Eltern des GFV 90 einen riesigen Obstkorb und Getränke in unserer Kabine bereitgestellt. Professionell machten sich die nunmehr acht Zwerge warm, erzählten allen wie hoch sie gleich gewinnen wollten. Und dann kam es in unserem ersten Turnierspiel ganz anders. Nicht mal fünf Minuten gespielt, ein Doppelschlag von RW Erfurt und wir lagen 2:0 zurück. Was da auf dem Platz geschah hatte unsererseits wirklich nichts mit Fußball zu tun. Völliges Egospiel lief da ab. Oguzhan verkürzte auf 2:1 und das war es dann auch schon. – Mir fehlten die Worte! Das war noch nicht mal Kleinmädchenfußball – das war einfach nur...

Wir hatten es uns gleich zu Anfang des Turniers wieder einmal selber unnötig schwer gemacht. Im zweiten Spiel gegen den Radebeuler SC lief es dann auch nicht umwerfend besser. Hinter unsern Qualitäten liefen wir stetig sinnlos her. Egospiel, mangelnde Ballkontrolle sowie Ballverluste, überhaupt keine Ansätze zum Torschuss und eine bedrückende Teilnahmslosigkeit, gerade von Addi, beherrschten unser Spiel. Zwar kamen wir in den Schlussminuten der Partie noch durch zwei Tore von Dogukan und Flummi zu einem 2:0 Erfolg, aber die Mannschaft spielte lediglich mit fünf einzeln agierenden Spielern. Und jetzt gab es eine richtige freundliche Ansprache in der Kabine denn nach soviel Krampf statt Kampf reichte es mir jetzt.

Bis zu diesem Zeitpunkt konnte ich alle anderen Mannschaften mit unserer Vergleichen. Da waren sieben Mannschaften angetreten die alle Ehrgeiz und Laufarbeit zeigten. Und unser Team – Minimalfußball, so wie ich ihn nicht mag. Typ „Bayern“ sag ich da bloß – verzögern, verschleppen irgendwie kommen wir schon durch. Addi bewegte sich gar nicht, ihm war alles egal – Hauptsache er stand (!) auf dem Feld. Die anderen waren auch nicht viel besser. Bälle wurden sinnlos nach vorne (wo keiner stand) oder zum Eckball geschlagen. Spielzüge kamen nicht zustande. Keiner hatte den Hauch von Ehrgeiz oder einen Funken Siegeswillen.Es folgte eine Pauseneinlage mit etwas Zauberei. Und ich glaubte meinen Augen nicht zu trauen. Plötzlich war Addi (bislang total teilnahmslos) mit beiden Armen voran als erster „hier“ schreiend in der ersten Reihe ganz weit vorne. Na ja vielleicht half ihm ja der Zauberer.

Es entwickelte sich im dritten Spiel ein wahres Feuerwerk gegen Dynamo Dresden. Pässe kamen plötzlich an, es wurde gefightet und ein 1:0 Rückstand wurde von Raphael ausgeglichen. Unter erneuten Druck von Raphael passierte seinem unmittelbaren Gegenspieler ein Eigentor bevor Lukas eine Minute später auf 1:3 erhöhen konnte. Der Knoten war geplatzt. Jetzt bestand eine Pattsituation. Drei Mannschaften mit je sechs Punkten, und zu unserem unverschämten Glück hatten wir mit 6:2 Toren mit einem (!!) Tor Vorsprung das bessere Torverhältnis im Vergleich zu Erfurt und Dyn. Dresden. Somit waren wir als Gruppenerster irgend-wie ins Halbfinale vorgedrungen. Irgendwie deshalb, weil wir verdammten Dusel hatten.

Das Feuerwerk war dann auch schon im Halbfinale wieder erloschen. Zu viele Egoaktionen waren unser größter Feind. Wieder machten wir uns das Leben selber richtig schwer. Freilaufen und Abspielen waren Vergangenheit. Minikickerfußball mit absoluter Knäuelbildung war in. Nicht beim Gegner – nein nur auf unserer Seite. Oguzhan schießt nach einer totalen Einzelaktion aufs Tor – was macht Dogukan – er rettet auf Gegners Torlinie beim Versuch das Tor noch schnell selber (voller Ego-Tripp) einzumachen. Lukas frei vor der Kiste probiert mal wieder seinen Hackentrick, warum sollte er auch seinen linken Fuß nehmen um den Ball lediglich abprallen zu lassen, und schießt prompt vorbei. Pascal schließt sich Addi an, beide könnten Europameister im Dauerrumstehen sein. Je einmal Dogukan und Lukas stellen letztlich einen 2:0 Sieg, in einem unsererseits grottenschlecht gespielten Halbfinale her.

Im Finale trafen wir nun auf unsere Gastgeber den GFV 90. Also, acht Zwerge hindern den GFV jetzt an den Torschüssen, gehen sofort zum Ball, decken ihre Gegenspieler, machen richtig Druck und schießen aus allen Lagen. Na, jetzt kommt die wahre Stunde der Sieger. Nur die Sieger waren eben nicht wir! Wir lagen erst einmal ganz schnell mit drei Toren zurück. Alle unsere Spieler schauten zudem völlig Entspannt zu, was der Gegner so mit uns anstellte. Und weil der gerade richtig in Spiellaune kam wollten wir auch nicht unbedingt zwingend stören. Dem ungeachtet lernten wir bis zum Ende des Finales sogar bis fünf zuzählen – oder anders gesagt, es war eine ganze Hand voll Finger. Denn genau soviel Treffer ließen wir leidenschaftslos zu.

Bedanken möchte ich mich aber letztlich bei Michael und seiner Elterncrew für die wirklich herzliche Auf-nahme und Verpflegung unseres Teams, die super Turnieratmosphäre und das ganze Drumherum. Wir freuen uns auf den 23. Februar und hoffen, dass wir Frohnauer Euch eine dann eine ebenso gute Gastfreundschaftlichkeit bieten können.
Danke auch für Eure schnelle Zauberei, unseren verhexten schwarzen Koffer (ein horrorähnliches Drama) wieder erfolgreich aufzutreiben.

Stand: 29.01.2008 - verantwortlich für Text und Inhalt ist Lammi als Trainer des U8 Teams 2000

Dieses Turnier wurde unterstützt von:

 Magical Moments

Illusion & Großillusion

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